Tiergeister & Pflanzenwesen (Allies)
Magisterium (lat.): ein Prinzip der Natur mit verwandelnder oder heilender Kraft; die Kunst, das Höchste mit dem Niedrigsten, das Flüchtige mit dem Gebundenen und Geist mit Materie zu vereinen.
XAMONUS versteht Tier- und Pflanzenwesen als mögliche Verbündete innerhalb einer gelebten Beziehung. Ein Ally (engl.: Verbündeter, Gefährte) ist dabei nicht einfach ein „Krafttier“ oder eine symbolische Zuschreibung. Entscheidend sind wiederholte Begegnung, Beobachtung, Erfahrung und die Spuren, die ein Wesen im eigenen Wahrnehmen und Handeln hinterlässt.
Ein Ally wird nicht immer im ersten Moment erkannt. Was ihn auszeichnet, kann sich erst über Jahre entfalten. Erfahrung geht der Beziehung voraus; die Beziehung wächst aus Wiederholung, Vertrautheit und dem Wissen darum, was ein Wesen auf dem eigenen Weg tatsächlich bewirkt. Sein Stellenwert erschließt sich aus dem kulturellen und praktischen Zusammenhang, in den ein Wesen eingebunden ist. Wird es daraus herausgelöst und auf Wirkung, Nutzen oder Symbolik reduziert, geht etwas Wesentliches verloren.
Tier- und Pflanzengeister sind in diesem Sinn keine dekorativen Elemente eines Systems. Sie können Wissen vermitteln, Wahrnehmung prägen und bestimmte Qualitäten sichtbar machen. Manche begleiten einen Weg über lange Zeit, andere treten an bestimmten Schwellen hervor. Ihre Bedeutung entsteht aus dem Zusammenspiel von Wesen, Erfahrung und Kontext.
Spirit (engl.: Geist, Wesen, geistige Eigenart) bezeichnet in diesem Zusammenhang die erfahrbare Eigenqualität eines Wesens. Sie zeigt sich im Verlauf einer Beziehung und kann kulturell, symbolisch oder rituell Gestalt annehmen. Mit der Zeit entsteht daraus eine Signatur – eine bestimmte Qualität, die innerhalb eines Feldes erkennbar und wirksam wird. Was sich darin zeigt, gründet nicht allein auf Überlieferung, sondern ebenso auf der tatsächlichen Begegnung mit dem Wesen selbst.
Ein Ally wird deshalb nicht einfach ausgewählt. Er wird erkannt.