DER URSPRUNG VON XAMONUS
XAMONUS entstand nicht aus einem Entwurf, sondern wuchs über Jahre aus meiner künstlerischen Praxis, der Arbeit mit schamanischen Pflanzenmedizin-Traditionen und einer Folge initiatorischer Erfahrungen. Nach Jahren dokumentarischer Feldarbeit als Fotograf begann ich, meine Praxis über die Fotografie hinaus in Performance, rituelle Arbeit und transpersonale Forschung zu erweitern. Ein außerkörperliches Nahtoderlebnis bei einem schweren Autounfall 2008 veränderte mein Verhältnis zu Wahrnehmung und Wirklichkeit grundlegend und wurde zum Ausgangspunkt einer langen, nach Einordnung suchenden Auseinandersetzung mit dieser Erfahrung. In den folgenden Jahren erhielt ich innerhalb dieser Arbeit wiederholt Führung, während sich das Feld, in dem ich arbeitete, zunehmend verdichtete und eine eigene Sprache entwickelte. 2023 segnete ein salvadorianischer Hablador – ein ritueller Sprecher und Vermittler, der Wege öffnet und zeremoniell bedingter Erfahrung sprachlich Form gibt – meine Arbeit und ihre Weiterentwicklung in meinem eigenen Kulturkreis. XAMONUS wurde schließlich zum Namen und Synonym für dieses gewachsene Feld: eine Praxis, in der Erfahrung in Bedeutung, Bedeutung in Form und Form in Werden überführt wird.
XAMONUS bildet heute eine initiatorische Ordnung, die sich aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre herausgebildet hat. Was über lange Zeit in einzelnen Ereignissen, Praktiken und Erkenntnissen Gestalt annahm, ist heute als klare okkulte Architektur erkennbar. Sie verbindet die verschiedenen Bereiche meiner Arbeit miteinander und bildet zugleich den Rahmen für das, was sich daraus künftig noch entwickeln wird.